Hochwasserschutz und urbane Hydraulik – technische Planung nach WHG

Ingenieurtechnische Analyse kommunaler Hochwasserschutzsysteme, hydraulische Bemessung von Stadtgerinnen und Einhaltung der wasserrechtlichen Vorgaben nach dem Wasserhaushaltsgesetz.

Ingenieurtechnische Kernvorteile

Planungssicherheit bei kommunalen Hochwasserschutzprojekten

Unsere Leistungen im Bereich der urbanen Hydraulik und des wasserrechtlichen Genehmigungsmanagements reduzieren Risiken für Kommunen und Planungsträger. Jeder Vorteil ist direkt an eine konkrete Projektphase oder gesetzliche Anforderung gekoppelt.

Hydraulische Nachweisführung nach DIN 19661

Bemessung von Regenrückhaltebecken und Durchlassbauwerken auf Basis aktueller KOSTRA-Daten. Sie erhalten belastbare Abflussnachweise für das Genehmigungsverfahren nach WHG § 57.

Risikoanalyse für urbane Einzugsgebiete

Modellierung von Starkregenereignissen mit 2D-Oberflächenabflusssimulation. Identifikation von Gefahrenschwerpunkten in Siedlungsbereichen – Grundlage für priorisierte Maßnahmenpläne.

Genehmigungsbegleitung nach WHG

Erstellung der wasserrechtlichen Antragsunterlagen inklusive Erläuterungsbericht, Lageplänen und hydraulischen Berechnungen. Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde bis zur Planfeststellung.

Bauüberwachung und Kolkprüfung

Kontrolle der Ausführung von Sohlrampen, Durchlässen und Uferbefestigungen. Nachweis der Standsicherheit gegen Kolkbildung gemäß Merkblatt DWA-M 509.

Gewässerunterhaltungskonzepte

Entwicklung von turnusgemäßen Unterhaltungsplänen für kommunale Gewässer zweiter Ordnung. Berücksichtigung der Verkehrssicherungspflicht und Haftungsverteilung nach §§ 39–42 WHG.

Förderfähige Maßnahmenplanung

Ausrichtung der technischen Planung an den Förderrichtlinien der Länder (z. B. RiLi-Wasserbau). Sie sparen Zeit bei der Mittelbeantragung und erhöhen die Bewilligungswahrscheinlichkeit.

Hydraulische Nachweise & Visualisierungen

Ausgewählte Ausschnitte aus aktuellen Berechnungen und Planzeichnungen zu kommunalen Hochwasserschutzprojekten.

Abflussprofil eines Regenrückhaltebeckens
Abflussprofil RRB 4.2 Bemessungsabfluss HQ100 – Nachweis der Drosselabgabe gemäß DWA-A 117.
Längsschnitt eines Durchlassbauwerks
Durchlass DN 1800 Konstruktive Ausbildung der Sohle und Kolkvorkehrungen unter der L 234.
Überflutungssimulation Innenstadt
2D-HN-Modell Altstadt Wassertiefen bei einem 50-jährlichen Regenereignis vor und nach der Maßnahme.
Regelquerschnitt Gewässerausbau
Regelquerschnitt M 1:50 Gestufte Böschung mit Gehölzstreifen und Sohlgleite nach WHG § 39.

Projektanfrage einreichen

Sie planen ein Hochwasserschutzprojekt oder eine hydraulische Sanierung? Reichen Sie Ihre Projektskizze mit Angaben zu Standort, Gewässerart und geplanten Maßnahmen ein. Wir prüfen die Unterlagen innerhalb von fünf Werktagen auf Machbarkeit und WHG-Konformität.

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Erstberatung vereinbaren

Bei komplexen Vorhaben empfehlen wir ein persönliches Gespräch. In einer einstündigen Online-Beratung klären wir wasserrechtliche Rahmenbedingungen, hydraulische Randbedingungen und den Abstimmungsbedarf mit der zuständigen Wasserbehörde.

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Häufige Fragen zur Hochwasserinfrastruktur

Kompakte Antworten zu hydraulischen Planungen, Genehmigungen und Unterhaltspflichten nach WHG.

Welche Unterlagen brauche ich für eine wasserrechtliche Genehmigung?

Die Wasserbehörde verlangt in der Regel eine hydraulische Berechnung nach DIN 19661, einen Lageplan mit Einzugsgebietsgrenzen, ein Betriebs- und Unterhaltungskonzept sowie eine naturschutzfachliche Einschätzung. Bei Rückhaltebecken ab 10 m³ Stauvolumen ist zusätzlich ein Standsicherheitsnachweis erforderlich.

Wie oft muss ein Regenrückhaltebecken gewartet werden?

Die Kontrollintervalle richten sich nach der Beckengröße und dem Einzugsgebiet. Für kommunale Anlagen empfehlen wir eine Sichtprüfung alle zwei Monate sowie eine vollständige Räumung und Dichtungsprüfung alle drei Jahre. Bei starkem Sedimenteintrag aus Baustellen oder landwirtschaftlichen Flächen sind kürzere Zyklen sinnvoll.

Was kostet ein hydraulisches Gutachten für ein Wohngebiet?

Der Aufwand hängt von der Größe des Einzugsgebiets und der Komplexität des Kanalnetzes ab. Für ein typisches Neubaugebiet mit 30 ha Fläche kalkulieren wir mit etwa 40 bis 60 Stunden Bearbeitungszeit. Die Kosten setzen sich aus Geländeerfassung, Modellaufbau, Kalibrierung und Berichtserstellung zusammen – ein genaues Angebot erhalten Sie nach einer Kurzbegehung.

Muss ich bei einem Durchlass unter einer Gemeindestraße einen Kolknachweis führen?

Ja, sobald die Fließgeschwindigkeit im Durchlass 2 m/s überschreitet oder der Untergrund aus bindigem Material besteht, ist ein Kolknachweis nach Merkblatt DWA‑M 509 erforderlich. Wir führen dazu eine numerische Strömungssimulation durch und dimensionieren gegebenenfalls eine Kolkplatte oder eine Steinpackung.

Welche Fristen gelten für die Gewässerunterhaltung nach WHG?

Die Unterhaltungspflicht besteht dauerhaft und ohne Unterbrechung. Konkrete Fristen setzt die Wasserbehörde im Einzelfall fest. Üblich sind jährliche Berichte über den Zustand der Gewässerprofile und der Uferbepflanzung. Bei erkennbaren Mängeln wie Verklausungen oder Uferabbrüchen muss unverzüglich gehandelt werden, sonst droht eine Ordnungswidrigkeit nach § 103 WHG.

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